Die Familie WIENS kommt aus Köln bzw. seiner Umgebung. Mennos langer Aufenthalt in Köln und Wismar, sein dortiges Wirken, seine Reisen nach Danzig und Preußen wurden für manche seiner Anhänger von "wegweisender" Bedeutung. Im September 1561 fand auf Grund herzoglicher Befehle in Wismar ein Examen einiger Wiedertäufer statt. Von den befragten fünf Wiedertäufern finden wir zwei, nämlich Hans van Brüssel und Hermann Wynes einige Jahre später als Lehrer der Gemeinden in und um Danzig wieder. Die Bekenntnisse in Wismar haben folgenden Wortlaut: "Bekenntnisse Hermanni Duini: ... is ungeferlich vor 4 jaren gedofft; synen doper und wor he gedofft isz, will he nicht antogen ... syn hueszfrowe isz van Wines up gensidt Collen." Die vom Superintendenten Freder examinierten Täufer wurden anscheinend aus der Stadt Wismar ausgewiesen. Eine Anfrage bei Dr. Stiasny, der über die Täufer der Stadt Köln arbeitete, ergab: "daß... Hermen Duynus um 1557 in der Gegend von Köln getauft wurde, ist sehr wahrscheinlich, denn von der Mitte der fünfziger Jahre erlebte das rheinische Täufertum eine Zeit der Blüte über etwa ein Jahrzehnt..." Interessant ist die Notiz in dem Bekenntnis des Hermann Duinus, daß seine Ehefrau aus "Wines up gensidt van Collen" stamme. Eine Anfrage bei dem Historischen Archiv der Stadt Köln brachte mir folgende Antwort des Archivrats Dr. Stehkämper: "Mit Wines up gensidt Collen dürfte ziemlich sicher der heutige rechtsrheinische Kölner Stadtteil Vingst gemeint sein. Alte Namensformen dafür sind Vinze, Winze, Vinse usw. Die in Wismar nach dem bloßen Hören des Namens erfolgte Niederschrift dürfte die Verballhornung erklären. Für Duini wäre - mit Vorbehalten - auf den Vingst verhältnismäßig nahe gelegene Ort Dhünn, Rhein. Bergischer Kreis, aufmerksam zu machen. Dieser Ort erscheint in früheren Zeiten in den Schreibweisen: Duni, Doene, Duine, Dunne usw. Das "i" wäre in Duini somit Dehnungszeichen." Der Erweis, daß jener Täufer und seine Ehefrau, die im Jahre 1561 in Wismar vernommen wurden, aus Köln bzw. seiner nächsten Umgebung stammten, dürfte erbracht sein. Als Dirk Philipps sieben Jahre später im Jahre 1568 zur Schlichtung von Streitigkeiten von Danzig nach Emden reiste, hinterließ er bei der Danziger Gemeinde neben dem Ältesten Steven Vader eine Anzahl Lehrer und Diakone, unter ihnen auch Hermann Wynes, der sich nach seiner Ausweisung aus Wismar nach Danzig gewandt hatte. In der Folgezeit findet sich der Name Wyns oder Wiens zumindest zu Beginn des 17. Jh. in der Stadt Danzig selbst nicht mehr, wohl aber unter den Mennoniten des Danziger Landgebiets. Der erste Wiens, der überhaupt in den Werdern bekannt wird, ist wieder ein Harem (Hermann) Wiens, sehr wahrscheinlich ein Enkel des Vorgenannten. Der älteste Enkel wurde immer mit dem Vornamen des Großvaters väterlicherseits benannt. Hermann Wiens kommt 1642 in den Besitz der Polnischen Hube, eines Ortsteils von Altebabke. Der Weg der Mennonitenfamilie Wiens von Köln über Wismar, Danzig ins Danziger Landgebiet und damit ins Gr. Werder dürfte damit nachgewiesen sein.

 

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Etj dank aulem, deu mi jeholpe haben diese Sied te buje. Etj dank uck aulem wea mi Jedichta, Jesichte Leuda .... toojeschetjt haft. Sool hie ne Sach bene sene, deu unja Copyright steht, dann schrift mi daut. Etj nem daut dann rüt.

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