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Die SCHELLENBERG kommen aus der Schweiz. Schon 1481 wird Conrad Schelnberg aus Zürich an der Universität in Leipzig immatrikuliert. Hans Schellenberg von Brennbrunnen im Bernerland wird 1538 mit einer großen Zahl anderer Täufer verhört. Wer nicht widerruft, soll außer Landes gebracht werden. Schellenberg hat sich anscheinend nach Mähren gewandt. Eine Familienüberlieferung der Schellenbergs besagt nämlich: "Der Urvater war einer der böhmischen Taufer. Er war Messerschmied und wohlhabend. Als in Böhmen die Verfolgung der Taufen anfing, gab er seinen zwei Söhnen genug Geld, daß sie in ein anderes Land gehen sollten, wo sie ihres Glaubens leben könnten." Anscheinend sind die Schellenbergs damals nach Westpreußen und nicht nach Holland gekommen, wie die Überlieferung meint. Damals kamen Täufer vor allem aus dem zu Ungarn gehörenden Sabatisch. Deshalb tragen sie als Vornamen häufig den Vornamen Stefan (Stefan Funk); so auch der erste mir bekannte Schellenberg, der im Jahre 1681 in Danzig Sanke Holtmans heiratet. 1693 ist Tobias Schellenberg Ratsmann des von Mennoniten besetzten Dorfes Dorposch. 4a Im Gr. Marienburger Werder besitzt Paul Schellenberg 1727 in Platenhof bei Tiegenhof ein Grundstück von einer Hufe. Bei der letzten Austreibung der Taufen aus der Schweiz im Jahre 1711 verlassen Hans Schellenberger aus Trub, Hans Schellenberg aus Neuenburg und Hans Schellenberg aus Erlenbach die Heimat auf dem Wege nach Amsterdam.
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