Namibia op Platt - Mit dem Ohnsorg Theater in Afrika

In Namibia, zu Kaisers Zeiten deutsche Kolonie, leben bis heute so viele Norddeutsche, dass dort sogar das Ohnsorg Theater auf Tournee geht. Und die Häuser sind ausverkauft!
Von der Hauptstadt Windhoek reist die Hamburger Truppe kreuz und quer durch die spektakuläre Wüstenlandschaft des ehemaligen Deutsch-Südwest. Abends gibt es das unverwüstliche "Hörrohr" für ein begeistertes Publikum, tagsüber gehen die Ohnsorg-Stars Jens Scheiblich und Co auf Safari: rechts Giraffe, links Impala, in der Mitte Heidi Mahler.
Yared Dibaba und Julia Westlake begleiten die Ohnsorgs, machen aber auch immer wieder Abstecher.
Was sind das für Menschen, die in Namibia leben und Platt sprechen? Viele von ihnen leben schon seit fünf Jahrzehnten in Afrika, und haben sich doch ihr heimatliches Platt bewahrt. Aus ihrem Alltag erzählen sie Geschichten, die man noch nie auf Plattdeutsch gehört hat.
Zum Beispiel Helga Diekmann: Sie leitet eine Farm wie in "Jenseits von Afrika", Ländereien fünf mal so groß wie Amrum, und erklärt, warum man Esel zu den Kühen stellen muss - damit die Geparden nicht angreifen.
Nach Afrika kam sie durch eine Heiratsannonce in der "Constanze", damals in den Fünfzigern. Ein Schritt, den sie nie bereut hat. Sie fühlt sich als Afrikanerin - mit der norddeutschen Heimat im Herzen.
Oder der Bäcker Otto Carstensen: Stundenlang müssen Yared und Julia durch Steppe, Wüste und Hitze fahren, um schließlich in einem abgelegenen Nest namens Ojiwarongo zu landen. Was springt ihnen an der einzigen Kreuzung ins Auge? Ein Werbeschild für die "Dampfbäckerei Carstensen".
Was für ein Aufkleber prangt an seiner Ladentheke? "Wi snackt platt". Kaum hat Yared sein plattdeutsches Interview in Otto Carstensens Café begonnen, schon melden sich drei Damen vom Nebentisch. Alles Plattschnackerinnen, gerade mit dem Verputzen deutscher Torte beschäftigt, während ihre Männer auf Safari sind. So geht's zu in der plattdeutschen Welt!
Im Südwesten Afrikas liegt zwischen dem 10. und 20. Längengrad Namibia. Das Land ist mit über 800.000 Quadratkilometern mehr als doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, erreicht aber mit 1,8 Millionen Einwohnern gerade einmal die Einwohnerzahl Hamburgs. Die Hauptstadt Namibias ist Windhoek. Sie hat nichts Großstädtisches an sich, sondern erinnert mit ihrer Kolonialarchitektur an vergangene Zeiten. Die Hauptstraße durch Windhoek hieß bis vor gar nicht so langer Zeit noch Kaiserstraße. Heute ist das die Independence-Avenue.
Die Weite und die dünne Besiedlung waren der Grund, warum seit Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Siedler aus Europa hierher zogen: Hier konnten sie günstig Farmland erwerben. Heute leben noch circa 28.000 Deutschstämmige in Namibia. Namibia ist ein Land der riesigen Farmen geblieben, auf denen hauptsächlich Rinder gezüchtet werden.

 

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Etj dank aulem, deu mi jeholpe haben diese Sied te buje. Etj dank uck aulem wea mi Jedichta, Jesichte Leuda .... toojeschetjt haft. Sool hie ne Sach bene sene, deu unja Copyright steht, dann schrift mi daut. Etj nem daut dann rüt.

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