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Die LOEWEN kommen wahrscheinlich aus Flandern. In der Antwerpener Täufergemeinde haben wir im Jahre 1595 Lieven Swaardveger und Lieven Juwelier. Das ist jeweils der Vorname Lieven und die Berufsbezeichnung. Einen echten Nachnamen haben die beiden noch nicht. Im Jahre 1705 wird im Kirchenbuch der Danziger flämischen Gemeinde ein Lievens genannt (also die patronymische Form von Lieven) und 1708 ein Lieuens (u = w). Im Werder wird in der plattdeutschen Mundart aus dem Liewens ein Lewens. So gibt es im Jahre 1727 in Walldorf im Gr. Werder einen Lewen Lewens und einen Daniel Lewens. Der Name Lewen Lewens beweist ganz eindeutig, daß es sich bei Löwens nicht etwa um einen Herkunftsnamen, sondern um eine aus dem flämischen Vornamen gebildete patronymische Form handelt. Hinzu kommt die Eigentümlichkeit, daß im Weichseldelta im Lauf des 18. Jh. viele Namen das "e" zu "ö" bzw. "oe" umbilden (Kroecker, Loepp, Dörcksen, Loewens, Toews, Woelcke u. a.). Da es sich bei Lieven um die flämische Form dieses Vornamens handelt, dürfen wir annehmen, daß die Löwens aus Flandern nach Westpreußen gekommen sind.
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