Die KLIEWER kamen vom Niederrhein. Im Wiedertäuferverzeichnis für Stadt und Kirchspiel MönchenGladbach vom Jahre 1622 heißt es.- Theis ufm Klüfer nachgelassene Hausfrau hat Erbschaft, treibt das Kürschnerhandwerk. Jacob ufm Klüfer ist ein Fellbereiter und hat auch große Erbschaft. Hermann ufm Klüfer ist ein Kürschner, hat auch Erbschaft. Im Mennonitenverzeichnis von 1654 für dieselbe Stadt wird nur noch ein Knecht Theiß Jacobs vom Kluuer, Sohn des obigen Jacob, genannt. 1654 wurden die Gladbacher Mennoniten endgültig vertrieben. In Westpreußen fällt das "ufm" (auf dem) wie etwa bei van dem Dyck das "van dem" weg. So finden wir in der Montauer Gemeinde 1663 Petter Klüfer, 1680 Cornels Klüfer, 1701 Cornels Klüfer, Frans Klüfers Sohn, 1702 Hinrich Klüfer, Petter Klüfers Sohn. 1706 heißt der oben genannte Frans nicht mehr Klüfer, sondern Kliewer. 1708 werden Peter und Cornels Klulwer, Peter Kluivers Kinder von Dragas genannt. 1702 wurde derselbe Vater Peter im selben Montauer Taufverzeichnis noch Klüfer geschrieben. 1714 haben wir Anke Kluiver, Tochter von Frantz Kluiver aus Gr. Sanskau. Seit 1717 etwa hat sich endgültig die Schreibweise "Kliewer" durchgesetzt. Schon in der alten niederrheinischen Heimat bestand diese Entwicklungstendenz. 1654 finden wir statt des "Klüfer" von 1622 "Kluuer". Das zweite "u" Ist wie "v" oder "w" zu sprechen. In amtlichen Urkunden und Verzeichnissen taucht schon 1619 der Name Kliewer in Kl. Wolz auf. Vielleicht häng t das damit zusammen, daß der Name Kliewer in Westpreußen schon früher bekannt war - so heißt 1594/95 der Danziger Münzmeister Philipp Kliewer - und die Amtsschreiber die ihnen bekannte Schreibweise auch bei den Mennoniten anwandten. In einem Familiennachweis der Kliewers heißt es - "Jacob Kliewer, menn., geh. 17. 8. 1669, gestorben 17. 10. 1728, ist der erste unseres Stammes, der sich hat ermitteln lassen. Sein Sohn, der nachherige Lehrer und Älteste Jacob Kliewer, hat auf einem Blatt dessen Namen vermerkt, ist aber nicht weiter zurückgegangen, so daß von den Vorfahren des erst erwähnten Jacob Kliewer nichts bekannt ist: Letztgenannter ist, wie mein Urgroßvater meinem Großvater bisweilen erzählt hat, ein kleiner Mann gewesen, der In Danzig in der Jungferngasse einen Branntweinladen gehabt hat. In einem Kirchenbuch der friesischen Gemeinde in Danzig steht vermerkt: Mit Attest angekommen 29. 10. 1694, getraut 23. April 1696 mit Lucia van Dühren." Der Name der Gemeinde, woher Kliewer kam, ist nicht bekannt. Ich nehme an, daß einige Klüfers schon 1654 oder früher in die Montauer Gemeinde kamen, während der Vater des Jacob Kliewer ins Gladbach benachbarte Rheydt auswich. Ende August/ Anfang Sepember 1694 wurden alle Mennoniten aus Rheydt vertrieben. Am 29. Oktober kommt Jacob Kliewer (anscheinend der Enkel des oben genannten Fellbereiters Jacob ufm Klüfer) mit Attest (wahrscheinlich der Gemeinde Rheydt) in Danzig an. Im Taufbuch der Gemeinde Montau von 1661 ? 1694 sind wohl etliche Klüfers/Kliewers eingetragen, aber kein Täufling unter ihnen mit dem Vornamen Jacob. - Die Herkunft der Kliewers aus den niederrheinischen Landen dürfte damit nachgewiesen sein.

 

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Etj dank aulem, deu mi jeholpe haben diese Sied te buje. Etj dank uck aulem wea mi Jedichta, Jesichte Leuda .... toojeschetjt haft. Sool hie ne Sach bene sene, deu unja Copyright steht, dann schrift mi daut. Etj nem daut dann rüt.

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