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Die KETTELER kommen wahrscheinlich aus der ostniederländischen Provinz Overijssel. Im Jahre 1534 versammelten sich des öfteren Wiedertäufer im Hause des Jacob Kettler in Zwolle, der Hauptstadt von Overijssel. Dort wurde Emse Schröder im Januar gefangen genommen. Am 1. Februar desselben Jahres wurde der Amsterdamsche Kaufmann Cornelis Jansz de Vlaming - er war ein Glied des Amsterdamschen Patriziats - gefangengenommen. Als er in Zwolle hingerichtet worden war, wurde sein großes Vermögen in Amsterdam im Namen des Kaisers beschlagnahmt. In dieser Zeit, in der das Richtschwert auch in Overijssel fürchterlich unter den Täufern wütete, sind wahrscheinlich Mitglieder der Familien Schröder, Vlaming und Kettler über die Zuiderzee, Nord? und Ostsee nach Danzig und von dort in die Graudenzer Niederung geflohen, wo wir 1604 Thies Kettler im Montau benachbarten Kl. Wolz, 1605 Lubbert Scbröder in Montau, 1639 Jan Flaming in Montau finden. Die Schicksalsgenossen haben zusammengehalten, sie haben in enger Nachbarschaft gesiedelt. Die Kettler finden wir allerdings 1681 in Danzig, 1711 beteiligt sich Isaac Kettler an der Ansiedlung in der Memelsiedlung. Als sie 1724 vom Soldatenkönig ausgewiesen werden, lassen sich die Kettler in den beiden Marienburger Werdern nieder. Sie gehen nicht ins Weichseltal zurück.
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