Der Name KASPER ist erst in Westpreußen entstanden, die Familie aber wohl ostfriesischer Herkunft. Der Vorname Kasper ist in der 2. Hälfte des 17. Jh. in der Gemeinde Montau öfter gebraucht. Um dieselbe Zeit wird auch in Ostfriesland bei den dortigen Mennoniten ein Kasper Cornelius genannt. 1636 finden wir unter den Mennoniten in Hanswehrumb Caspar Corneliuss. Vielleicht haben die seit 1647 verstärkt in Ostfriesland einsetzenden Bedrückungen der Mennoniten den Caspar Corneliussen veranlaßt, nach Westpreußen abzuwandern, denn 1666 finden wir Kasper Cornelsen in der Montauer Gemeinde. Er behält auch hier die damals noch in Ostfriesland übliche patronymische Namengebung bei und nennt seinen Sohn Peter Kasper. Der Vornamen wird zum Nachnamen. Dieser Peter Kasper läßt seinen Sohn Kasper Kasper in Montau taufen. Bei diesem ist jetzt der Nachnamen fest geworden, 1711 wird in derselben Gemeinde Peter Kasper, Kasper Kaspers Sohn getauft. Peter hat den Vornamen des Großvaters erhalten. 1716 ist Peter Kasper der Ältere aus Dragaß, 12 km südlich von Montau gelegen, bereits tot. Die Kasper schließen sich dann ab 1711 dem Auswandererzug in die Memelniederung an. 1724 von dort vertrieben, kehren Peter Kaspers, Kasper Kaspers, Cornelius Kaspers und eine Witwe Kasper'sche nach Westpreußen zurück 4 und werden jetzt in der Marienwerderer Niederung und im Kl. Marienburger Werder anssässig.

 

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