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Die HUBERT/HÜBERT/HIEBERT kommen wahrscheinlich aus dem Monschauer Land südlich von Aachen. Der Wallfahrtsort des heiligen Hubert "St. Hubert" in den Ardennen lag nicht weit von Aachen und Monschau entfernt. Deshalb war schon im Mittelalter und auch später dieser Vorname in dieser Gegend sehr gebräuchlich. Als im August 1598 ein Verzeichnis der 63 damals aus dem Lande Monschau "ausgewichenen Wiederteuffer?Familien" aufgesetzt wird, befinden sich unter ihnen vier, die den Namen Hupert als Vor? bzw. als Nachnamen führen: Mergs Hupert, Huperdt Bungardt et uxor (Gattin), Huperdt Gerhardts, alle drei Familien kommen aus Kesternich nördlich von Monschau und Elsgen Hupert aus Simmerath in derselben Gegend. Schon 1558 war Joeriß Hupert, ein Zimmermann, mit Weib und Kind nach Köln gezogen. Kennzeichnend ist, daß die Familie Hubert (Hübert, Hiebert) auch in Westpreußen die im Monschauer Lande übliche patronymische Form gebraucht. Im Monschauer Lande fehlen die in den Niederlanden und Nordwestdeutschland üblichen patronymischen Bildungen auf -son, -sen, -ing. Der Normaltyp ist der ohne jede Endung auftretende Rufnamen (Gerhard, Hubert). Fünf Kilometer südlich von der Stadt Monschau im Monschauer Land liegt Kalterherberg, und 1591 wird Kalteherberge zu der Zeit, als die Monschauer Täufer das Land verlassen, in der Scharpau gegründet. Hans Hübert sitzt zu Anfang des nächsten 5 Jh. in dem Kalteherberge benachbarten Tiegenorter Zehnhuben. Den sonst kaum?gebrauchten Ortsnamen nehmen die Auswanderer in die neue Heimat mit. Im Jahre 1622 tritt das Dorf Grunau an das Dorf Eschenhorst in der Drausenseeniederung 8 1/2 Hufen wüstes Land ab. Unterzeichnet ist dieser Vertrag für die Neusiedler von Eschenhorst von Abraham Maske, Hubert Adrians, Jacob Hubert, Wilhelm Janson, Gertts mit beystande itzt gedachten Wilhelm Janson usw. Hier ist "Hubert" im damals noch hochdeutschen Bereich des Kl. Marienburger Werders noch erhalten. Wie hier der Name Friese zum Teil erst um 1700 zum niederdeutschen Frese wird, so wird im Norden des Gr. Werders damals zu Beginn des 17. Jh. schon Hubert zum niederländisch beeinflußten Hübert, das die ab 1740 in die Memelniederung einwandernden Mennoniten noch mitnehmen, im Werder aber haben wir 1776 "Hiebert". Die Werderaner sprechen das "ü" wie ''ie'' aus. Alle drei Formen finden sich in der Konsignation aller Mennoniten für Ost? und Westpreußen aus dem Jahre 1776.
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