Die HARMS kommen sehr wahrscheinlich aus Ostfriesland und dem benachbarten Oldenburg. In der Stadt Jever fand am 13. und 14. Februar 1572 ein Gespräch mit sechs Täufern statt: Hermann Brunsfeld, ein Gelehrter, Johann Gerdes zu Hohenkirchen, Nicolaus Hermanni auf der Altenburg (niederdeutsch: Claas Harmes), Henricus Henrici zu Wüppels (niederdeutsch: Henrik Henriks), Jankenius zu Stillenstede und Sara, eine schwangere Frau. Die Täufer werden aus dem Lande gewiesen; ihre Spur läßt sich nicht weiter verfolgen, nur eine, die des Harms. Sie führt nach Elbing. Im Jahre 1621 wird "Gerhard Harmeß" von Altenburg in Ostfriesland für die Vorschule des Gymnasiums in Elbing angemeldet. Die Harms lassen sich im benachbarten Kl. Werder nieder. Sie schließen sich der dortigen friesischen Gemeinde an, wo 1709 Hans Harmiß Diakon ist und 1793 ein Simon Harms als Prediger auftritt. Der Name Harmes ist bei den ostfriesischen Mennoniten jener Zeit sehr häufig. Von 39 Familienvätern, die auf der ersten mennonitischen Hebungsliste von 1636 genannt werden, tragen drei den Nachnamen Harmens und zwei den Vornamen Harmen. Es ist schon möglich, daß auch weitere Harms aus Ostfriesland ins Kl. Werder und ins Weichseltal gekommen sind.

 

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