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Die HARDER sind einheimische Westpreußen. Die "Revisio Bonorum Oeconomiae Marienburgensis anno 1510/152911 nennt zu einer Zeit, als es im Gr.Werder noch keineMennoniten gab, folgende Hufen im Besitz von Bauern mit dem Namen Harder (im Kl. Werder gab es 1510/1529 keine Harder): 1510/1529 Andreas Harder, Parschau 5 Hufen Peter Harder, Neukirch 3 Hufen Thomas Harder, Schönhorst 3 1/2 Hufen Hans Harder, Schönhorst 3 Hufen Nickel Harder, Schönhorst 2 Hufen Jacob Harder, Schönhorst 2 Hufen Die folgenden Daten sind Penner: Ansiedlung, entnommen. 1772 Jacob Harder, Schönhorst, 2 Hufen 1727 Jacob Harder, Ladekopp 1773 Hinrich Harder, Pordenau 1727 Peter Harder'sche, Reimerswalde 1725 Clas Harder, Neunbuben/Menn. Gem. Dzg. Werder 1654 Hans Harder, Poln. Hube/Ortsteil von Altebabke (wird ab 1585 trockengelegt) 1665 Hans Harder, Poln. Hube 1688 Hans Harder, Poln. Hube 1772 Peter Harder, Blumenort (entsteht um 1600) 1772 Johann Harder, Einlage an der Nogat (erst ab 1640 trockengelegt) 1734/37 Hans Harder, Freienhuben (entsteht erst um 1600) 1772 Johann Harder, Halbstadt (1510/29 fast ganz unter Wasser) 1772 Isaak Harder, Halbstadt (1510/29 fast ganz unter Wasser) Die Bauernfamilien Harder waren "seit Menschengedenken" mennonitisch. In den Werdern gab es in den 1930er Jahren keine evangelischen oder katholischen Bauernfamilien oder andere Einwohner mit dem Namen Harder. Wir sehen aber in den Jahren 1510/29 in den drei Nachbardörfern Parschau / Neukirch / Schönhorst sechs Bauernfamilien mit dem Namen Harder. Sie gehören sehr wahrscheinlich no ch der alten, das heißt der katholischen Kirche, an. 200 Jahre später sitzen die Harders noch fast in demselben Raum (Schönhorst / Pordenau / Ladekopp / Reimerswalde). Alle anderen Harders sitzen auf Bauernhöfen, die erst später auf Neuland entstanden. Bei den Jacob Harders in Schönhorst scheint der Besitz 250 Jahre in einer Familie geblieben zu sein, denn die Besitzgröße ist 1529 dieselbe wie 1772. 1654 wird Hans Harder als Schwiegersohn des Harem Wiens aus Altebabke, eines unzweifelhaften Mennoniten (s. Art. Wiens), genannt. Mir scheint, daß dieser Harder Mennonit geworden ist. Hans Harder wird 1667 getauft. Im alten Kirchenbuch der Danziger flämischen Gemeinde heißt es: "By der Gemeinte Goodts tot Dantzig gedoopt anno 1667, d. 1. Sept. door Peter Claßen: Hans Harder." Dies ist der erste Harder, den ich in einem mennonitischen Kirchenbuch gefunden habe. Interessant ist auch, daß die Vornamen Johann, Hans, Peter, Jacob 1510/29 die gleichen sind wie 200 und 250 Jahre später. Der Beweis dürfte wohl erbracht sein, daß die Harders schon zur Ordenszeit als Kolonisten nach Westpreußen kamen. Sie sind also ein altes westpreußisches Bauerngeschlecht, wahrscheinlich aus den weiter westlich gelegenen niedersächsischen Landen Mecklenburgs oder Holsteins eingewandert. Wir finden in keinem mennonitischen Ausgangsgebiet zwischen Elbe und Schelde, zwischen Holstein und Berner Oberland unter den Täufern den Namen Harder. Nur in Westpreußen ist er ursprünglich beheimatet
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