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Die HAMM stammen vielleicht aus Westfalen, zu einem kleineren Teil aus dem Dreierfriesland. In der Überlieferung der Familie Hamm heißt es, daß der erste ihres Namens in Westpreußen ein schwedischer Kriegsoberst gewesen sei. In solchen Familiensagen steckt häufig ein wahrer Kern. Nun gibt es in den 1530er Jahren einen Kriegsoberst Meinard van Ham. Von ihm wird gesagt, daß er zu den Täufern zum mindesten enge Beziehungen unterhielt. la Er stand in den Diensten des Herzogs Karl von Geldern und kämpfte mit seinen Landsknechten -gelegentlich waren es 3 000 und mehr - in den Jahren 1531 ?1536 in Holland, Groningen und Ostfriesland. Im Jahre 1536 hatte er die Stadt Appingedam mit seinen Landsknechten besetzt. Er konnte sich hier gegen die Übermacht der kaiserlichen Truppen nicht halten. Im selben Jahr 1536 mußte Karl von Geldern, der natürliche Sohn des Herzogs von Geldern, der bis dahin Statthalter der Provinz Groningen gewesen war, wegen seiner täuferischen Neigungen nach Danzig fliehen. Er heiratete hier eine van Beuningen, eine Mennonitin. Es ist gut möglich, daß damals Meinard van Ham auch nach Danzig gekommen ist. Im 17. Jh., dem Jahrhundert dreier über Westpreußen hereinbrechender schwedischer Kriege, ist aus dem Kriegsoberst ein "schwedischer" Kriegsoberst in der mündlichen Familienüberlieferung geworden, denn der erste Ham -später schreibt man in der Barockzeit Ham mit zwei "m" -Urban Ham, saß ja schon im Jahre 1601, bevor ein einziger schwedischer Soldat westpreußischen Boden betreten hatte, auf einem Bauernhof in Orlofferfelde. Aus den Groninger Ommelanden stammt ein anderer Täufer, der zu Beginn der 1580er Jahre nach Danzig floh. Es war Johann de Mepsche op den Ham. Er stammte aus der angesehenen Häuptlingsfamilie der "de Mepsche op den Ham", die in den Ommelanden reich begütert waren und auf dem Ham bei Groningen ein Schloß besaßen. Ein Mitglied dieser Familie, der oben genannte Johann, bekannte sich zu den Taufgesinnten und schloß sich in Danzig der dortigen Mennonitengemeinde an. Seine Güter in der Heimat wurden konfisziert, er selbst starb 1588 als alter Mann in Danzig an der Pest. Wie weit Angehörige mit nach Danzig gekommen sind, wissen wir nicht. Falls solche vorhanden waren, wäre es schon möglich, daß sie sich später nur nach ihrem Heimatschloß genannt haben. Zum dritten ist Ham ein in Friesland gebräuchlicher Vornamen, aus dem eventuell der Nachname Ham entstanden sein könnte. Wahrscheinlich ist es nicht, weil die für Friesland übliche Form dann Hamen bzw. Hames oder Hams hätte heißen müssen. Am meisten leuchtet die Herkunft über Mainard van Ham ein. Das "van" fällt wie bei van Dyck, van Horn in Ostdeutsdhland im 16. bis 18. Jh. fort.
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