Die FAST stammen wohl aus Brügge in Flandern. Im Jahre 1558 findet in Brügge ein Prozeß gegen die ganze Familie des Täufers Jan van der Veste statt. Das Verhör seiner Frau Livine - die Kinder sind auch inhaftiert - ergibt unter anderem, daß ein Mitglied ihrer Täufergemeinschaft, Jan van den Driesche, jetzt bei Danzig lebe. Jan selbst gibt an, daß er vor fünf Jahren in Gent wiedergetauft worden sei. Seine Kinder seien nicht wiedergetauft, da sie noch nicht weise genug seien. Am 29. 7. 1358 beschreiben Lievekin und Betkin van der Veste (manchmal wird das "van der" im Niederländischen zu "ver" Veste zusammengezogen), wie ihr Bruder Hanskin, der mit ihnen im selben Raum gefangen gehalten wurde, ausgebrochen sei, unter Beihilfe von Cornelis Jansius, einem Hausierer, der auch in demselben Raum gefangen saß. Sie seien am 28. 7. entwichen. Mit zwei Sägemessern sägten Cornelis und Hanskin zwei Eisenstäbe von einem großen Eisengitter. Diese viereckigen Eisenstäbe waren 1 1/2 Zoll dick. Hanskin und Cornelis begannen zu feilen und zu sägen bis acht Uhr morgens und fuhren fort, wenn es günstig war, und füllten die Schnittstellen mit Wachs. Als sie beinahe durch waren, hatten sie eine viereckige Stange benutzt, um die Gitterstäbe wegzudrücken; dann rissen sie ihre Bettlaken in Streifen, sowohl ihre als auch Lievekins, knoteten die Enden zusammen und befestigten ein Ende an einem Gitterstab, bevor sie hinausstiegen und sich gegen elf Uhr abends hinabließen. Hans van der Veste, der damals 15 Jahre alt war, hatte schon einmal in Oldenburg, also außerhalb der Niederlande, gearbeitet, Er hatte acht Geschwister gehabt, von denen drei in jungen Jahren gestorben waren. Mit ihnen waren zwei Vettern der Geschwister aus Nieuport gefangen genommen worden. Der eine war ein Muller namens Jacob, der andere ein Schreiner namens Hanskin. Auch von einem Onkel ist die Rede, bei dem Cynken, eine Schwester, seit ihrem zweiten Lebensjahre gelebt habe. Es handelt sich hier um eine mennonitische Großfamilie. Vater und Mutter wurden von Wilhelm von Leuvene (Lövenich) getauft. Man hatte offensichtlich Beziehungen zu den Täufern bei Danzig (v. d. Driesche). Hier - im Danziger Werder - unterschreibt Gerdt Veste (das "van der" fällt häufig in Westpreußen weg) 1582 eine Supplikationsschrift der dortigen Mennoniten an den Rat von Danzig. Die Vestos sind nach dem Osten ausgewichen. Im Ostdeutschen wird später aus dem "e" ein "a", sodaß wir 1669 im Danziger Kirchenbuch von Agnetcke Vasten lesen, die damals getauft wurde. Vast und Fast wechseln ab, bis seit dem 18. Jh. Fast allein gebraucht wird. Es gibt in der frühen Täuferzeit auch zwei Täufer Ludwig und Balzer Vest, beide aus Tirol gebürtig, die in den Jahren 1529 und 1533 hingerichtet werden. Eine Herkunft aus dieser Richtung ist wohl auszuschließen. Oberdeutsche Täufer sind im 16. Jh. nur in die Gegend von Schwetz, Kulm und Graudenz gekommen. Im Danziger Werder gab es nur Mennoniten flämischer Richtung. Der erste Namensträger, der hier ausdrücklich als Mennonit bezeichnet wurde, war ein "Veste".

 

Hiemet ertjlea etj uetdretjlich: Aule Rachschriewfehler send min, oda de Autoren ere  Jestlichea Ejentuma.
© by Webmaster: Viktor Sewautztje (Viktor, von Sewen)

Etj dank aulem, deu mi jeholpe haben diese Sied te buje. Etj dank uck aulem wea mi Jedichta, Jesichte Leuda .... toojeschetjt haft. Sool hie ne Sach bene sene, deu unja Copyright steht, dann schrift mi daut. Etj nem daut dann rüt.

Webstatistik