Die DIRKS/DIRCKSEN/DOERCKSEN kommen wahrscheinlich aus dem Dreierfriesland, zum kleineren Teil aus Holland. Schon im Jahre 1536 wird bei der Besiedlung des Oberlandes südlich von Elbing, bei der Besetzung des Dorfes Bardeyn von Claeß Dirickß aus Midwoude in Holland gesagt, daß er die Kindertaufe offen verwerfe. Er muß das Land verlassen. Die Dircksens lassen sich wahrscheinlich mit anderen Täufern aus dem Oberlande später im Danziger Werder nieder. 1622 besitzen Brandt und Jacob Dircksen die Ländereien von Krampitz, Scheibe und Weißhof im Danziger Werder, auch 1675 wohnt ein Jacob Dircksen auf einem Teil dieser Ländereien. Schon 1621 wird Lorenz Dircksen in Weslinke im Danziger Werder genannt. 1627 ist Marten Dircksen Schulze von Barwalde im Gr. Werder. 1636 wird Marten Dercksen als Ratsmann in Eschenhorst im Kl. Marienburger Werder genannt. 1605 beteiligt sich Labrecht Dirksen an der Pachtung von Kl. Lubin bei Graudenz. 1637 wird an Jacob Dirk und Genossen das Dorf Kl. Komorsk in der Neuenburger Niederung auf 30 Jahre ausgetan. In allen drei Werdern und auch im Weichseltal finden wir die Dircksen. Daraus läßt sich wohl schließen, daß mehrere Männer dieses Namens eingewandert sein müssen. Neben dem holländischen Dirckß aus Midwoude dürften es wohl einige Friesen gewesen sein, denn in den ostfriesischen mennonitischen Hebelisten des 17. Jh. fand ich nicht weniger als 25 mal den Nachnamen Dircks bzw. Dircksen. Dirk Philipps war ein Westfriese, und noch heute ist der Vorname Dirk, aus dem durch patronymische Namengebung (Dirk-sen) der Name Dirksen entstanden ist, in Friesland sehr gebräuchlich.

 

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