Die CORNELIUS, CORNELSEN, Knelsen, Knels kommen zu einem kleineren Teil aus Holland, zum größeren wahrscheinlich aus Ostfriesland. In den Ketzerverhören in Amsterdam heißt es unter anderem: Der Wirt des Hauses in dem Steig in der Nähe der Paulsbrüder in Amsterdam, wo die Vermahnung stattfand, war mit dem Schiff nach Osten weggesegelt. Während der Fastenzeit 1552 hatte Gillis (van Aken) in diesem Haus von Cornelis gelehrt. Letztgenannter war mit seiner Frau im Mai nach Ostland geflüchtet. In den Jahren 1547 - 1552 werden die sogenannten Holländerdörfer im Danziger Werder an niederländische Täufer vergeben. la Cornelis ist sicher dabeigewesen, denn zwei Generationen später heißt der Schulze von Reichenberg Cornelius Corneliesen, der Schulze von Altefähre Cornelius Corneliesen, der Schulze zu Landau Cornelius Jacobsen. 1611 sitzt ein Wilhelm Corneliesen, der anscheinend aus dem Danziger Werder gekommen ist, in Freienhuben, 1618 ein Jacob Corneliesen in Beyershorst. 1675 ist in Gr. Plehnendorf und Wotzlaff aus dem Corneliesen ein Cornelsen geworden. 5 Um die Mitte des 17. Jh. scheinen weitere Cornelsens - diesmal aus Ostfriesland - ins Weichseltal und ins Kl. Marienburger Werder eingewandert zu sein. Seit 1647 setzten in Ostfriesland verstärkt Bedrückungen der Mennoniten ein, die diese Auswanderung veranlaßt haben mögen. - 1636 werden in einer Hebeliste für die Mennoniten aus der Krummhörn, einer Landschaft nördlich von Emden, in dem Dorf Hanswehrumb zwei wohlhabende Männer unter neun mennonitischen Familienvätern genannt: Marten Corneliuss und Caspar Corneliuss. 1666 finden wir einen Kaspar Cornelsen in der Montauer Gemeinde und 1675 ist ein Marten Cornelsen mit einem 4 Hufen-Grundstück in Wotzlaff im Danziger Werder verzeichnet. In Hanswehrumb aber wohnt zu dieser Zeit kein Mennonit mehr. Die mennonitischen Familien sind abgewandert. Da wir am Ende des 17. Jh. auch bei den Cornelsens die damals in Ostfriesland noch übliche patronymische Namengebung auch hier in Westpreußen fortgesetzt finden, so ist auf ostfriesische Herkunft zu schließen. Weiter kommt hinzu, daß die im Holländischen eigentlich nur gebräuchliche Form Cornelis im Kl. Werder nicht wiederkehrt, sondern hier 1776 sechs mennonitische Familien den Nachnamen Cornelius führen, wie er uns zu verschiedenen Malen in den ostfriesischen Hebelisten begegnet ist. Wir sahen oben schon, daß aus dem Cornelisen bzw. Corneliussen ein Cornelsen wurde. In der Gemeinde Schönsee, wo viele Schweizer und andere oberdeutsche Glaubensbrüder saßen, wird aus dem langen Kornelsen ein Knels - auch als Vorname. Der Süddeutsche zieht lange Namen gern zusammen. Ich wohne in Kirchheimbolanden/Pfalz. Dafür sagt der Einheimische, die 17 Buchstaben um 10 verkürzend, "Kerchem". Ein Heinrich Cornelsen hat 1713 die Auswanderung in die Memelniederung mitgemacht und wurde 1724 vom Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. vertrieben. Er hat sich dann - wie viele andere Rückwanderer - in der Marienwerderer Niederung (Schulwiese) niedergelassen.

 

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Etj dank aulem, deu mi jeholpe haben diese Sied te buje. Etj dank uck aulem wea mi Jedichta, Jesichte Leuda .... toojeschetjt haft. Sool hie ne Sach bene sene, deu unja Copyright steht, dann schrift mi daut. Etj nem daut dann rüt.

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