Die BERGMANN kommen wohl aus den südlichen Niederlanden. Maastricht, die Hauptstadt der heutigen Provinz Limburg, war schon früh das Zentrum einer Täufergemeinde. Einer ihrer Führer war Merten (Goldsmitz) Berchmans. Der Name wird erklärt durch die Nähe des belgisch?südniederländischen Bergbaugebiets. Im November 1530 wird Berehmans gefangengesetzt. Seine Gilde aber setzt sich für ihn ein. 1534 wurde die Gemeinde ganz aufgelöst. Bereits 1525 wird ein Jan Berckmans, von Beruf Schuhmacher, wegen Verbreitung ketzerischer Bücher und Lieder für den Zeitraum von sechs Jahren aus Antwerpen verbannt. Damals scheint sich Berchmans nach der äußerst toleranten Provinz Groningen - hier ist überhaupt nur ein Täufer hingerichtet worden - gewandt zu haben. Zu Anfang des 17. Jh. wird ein Jan Barchmans - vielleicht ein Nachkomme des Vorgenannten - in Groningen genannt. 1632 ist er bereits in Hamburg als Lehrer bei der Altonaer Gemeinde tätig. Von Hamburg ging er nach Glückstadt und wurde Prediger der dortigen Gemeinde. Er ist dort auch gestorben. Der dänischschwedisch-holsteinische Krieg vom Jahre 1657 an brachte die schwersten Zeiten für Holstein und gerade für die Festung Glückstadt mit sich, und diese Stadt hat ihren blühenden Handel damals für immer eingebüßt. Ohne Zweifel war dies die Veranlassung für die Ubersiedlung vieler mennonitischer Familien von Glückstadt nach Altona. Die Kinder Barchmans scheinen damals nach Danzig gezogen zu sein, wie auch der Zuzug aus der Hamburger Gemeinde nach Danzig damals bedeutend war. Unter den Täuflingen von 1667 in der flämischen Gemeinde befinden sich damals zwei Hamburger Namen: Maricke Kasdorp, Gretcke Warners. Im Jahre 1675 besitzt ein Dirk Berkmann 2 Hufen in Gr. Plehnendorf dicht vor den Toren von Danzig. In dem mennonitischen Kirchenbuch erscheinen die Bergmanns zum ersten Mal 1685. 

 

 

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